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Bei Wellpappe-Verpackungen steht die Nachhaltigkeit immer mehr im Vordergrund

14 April 2020 Wellpappverpackung, sie braucht eigentlich keine Einführung mehr. Sie gewinnt in der Verpackungsindustrie zunehmend an Bedeutung und immer mehr Unternehmen reagieren auf diesen Markt.

„Niederländische Verbraucher sind sich zunehmend der Themen wie Klimawandel, Nachhaltigkeit und Umweltverschmutzung bewusst“, sagt Raymond Segers von De Jong Verpakking aus De Lier. „Nach Untersuchungen von ABN Amro sind 54 Prozent der niederländischen Verbraucher bereit nachhaltige Verpackungen zu kaufen und 86 Prozent dieser Gruppe tun dies aus Umweltschutzgründen. Ökologische und nachhaltige Verpackungen sind daher ein sehr aktuelles Thema auf dem Markt und ein Material wie Wellpappe, bei dem wir eine große Rolle spielen, hilft dabei. Wellpappe ist zu 100 Prozent erneuerbar und biologisch abbaubar“.

Raymond sieht auch, dass viele Unternehmen derzeit auf Wellpappe umstellen. „Dies erhöht den Bedarf an Komplettanbietern von flexiblen, nachhaltigen und wiederverwertbaren Verpackungen“, sagt Raymond. „Wir verfügen über mehr als 25 Jahre Erfahrung als unabhängiger niederländischer Hersteller von Verpackungen aus Wellpappe. Wir verkaufen und liefern unsere eigenen bedruckten und unbedruckten Wellpappverpackungen sowohl direkt als auch indirekt über den Handel an unsere Kunden in den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Irland, Großbritannien und Frankreich“.

„Obwohl wir ein relativ kleiner Akteur auf dem europäischen Markt sind, haben wir an unserem Standort in den Niederlanden eine der größten Fabriken für die Produktion von Wellpappenverpackungen“, sagt Raymond. „Täglich rollen hier bis zu 2,5 Millionen Kartons vom Band. Ein weiterer Faktor der uns stark macht ist der, dass es bei uns kein „Nein“ gibt. Unsere Kunden sind in der Lage, ihre Produkte in gutem Zustand und kostengünstig zu befördern, und sind daher jederzeit in der Lage, die Vereinbarungen, die sie mit ihren eigenen Kunden getroffen haben, zu erfüllen. Gleichzeitig erfordert dieser kundenorientierte Ansatz eine offene Kommunikation, insbesondere mit Blick auf die Nachhaltigkeit. Deshalb kann jeder unser CSR-Dokument (Corporate Social Responsibility) verwenden. In diesem Dokument können Menschen einen Einblick in die Aktivitäten eines Unternehmens im Zusammenhang mit Themen wie People, Planet und Profit gewinnen“.

Raymond Segers: „De Jong Verpakking ist zum Beispiel FSC-zertifiziert, was die Gewissheit einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung bietet“, sagt Raymond Segers. „Auch mit dem Ecostars-Audit haben wir vier Sterne erreicht. Bei dieser Nachhaltigkeitszertifizierung wird der gesamte Transport überprüft. Dazu gehört die Flotte, aber auch Ausbildung und Überwachung. Der Grund, warum Ecostars uns vier Sterne gab war, dass wir eine schöne und saubere Flotte haben. Darüber hinaus bilden wir unsere Fahrer innerhalb des Unternehmens aus. Fast alle unsere Lkw haben Euro-6-Motoren. Mitte Februar haben wir weitere fünf neue Lkw angeschafft, so dass die gesamte Flotte nun 42 Lkw umfasst. Der größte Teil unserer Flotte verfügt jetzt auch über die Euro-6-Motoren“.

New trucks for De Jong Verpakking

Nachhaltigkeit bezieht sich jedoch nicht nur auf Wellpappe und Transport. Schließlich erfordert die Produktion Energie, und auch dafür hat De Jong Verpakking nach einer geeigneten Lösung gesucht. „Wir verfügen zum Beispiel über 20.000 Quadratmeter Sonnenkollektoren mit 1,6 Millionen Kilowattstunden auf Jahresbasis“, sagt Raymond. „Diese werden für die Produktion von 600 Millionen Kartonverpackungen verwendet, die jährlich bei De Jong Verpakking hergestellt werden“.

Die Verringerung des ökologischen Fußabdrucks ist ein schönes Ziel, aber die Wellpappschachteln müssen stapelbar bleiben. Aufgrund der vielen verschiedenen Größen die aktuell im Umlauf sind, wird dies jedoch immer schwieriger. „In den DC’s der Supermärkte war es manchmal ein Sammelsurium von Verpackungen unterschiedlicher Größe und Art, die nicht mehr gestapelt werden konnten“, sagt Inhaber Henk de Jong. „Um das zu ändern, haben wir die Idee eines CFQ-Standards für die Wellpappenfabriken entwickelt. Mit mehr Einheitlichkeit im Sortiment der Wellpappkartons werden wir bald in der Lage sein, eine Schachtel belgischer Tomaten auf eine Schachtel holländischer Paprika zu stapeln, ohne dass die Palette zusammenbricht“.

„Wir möchten diesen CFQ-Standard in ganz Europa einführen“, sagt Henk. „Dann wird es auch einfacher sein, Produkte aus Deutschland und Spanien in den DCs in Kisten zu stapeln. Übrigens geht es nicht nur um die einfache Stapelbarkeit. Mit einem CFQ-Standard wollen wir auch die Qualität der Kisten garantieren, und wenn die Kisten stapelbar sind, können mehr in einem LKW untergebracht werden, was wiederum besser für die Umwelt ist. Der CFQ-Standard ist ein offenes System für die Wellpappenindustrie und die Qualitätskontrolle wird von der Corrugated Benelux Association (CBA) durchgeführt“.

Source: AGF Primeur 03-2020
Übersetzt von Holländisch
Author: Thom Dobbelaar

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